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Ratgeber 3 Min. Lesezeit Aktualisiert am 4. Juni 2026

Die 7 Klaviyo-Flows, die jeder Shop ab 50.000 € Monatsumsatz braucht

Welche E-Mail- und SMS-Automatisierungen den größten Umsatzanteil liefern, in welcher Reihenfolge sie aufgesetzt werden und worauf es beim Tracking ankommt.

Schweizer Online-Shop mit aktiven E-Mail-Automatisierungen

Die meisten Shops verbrennen Budget für Neukunden und lassen gleichzeitig den profitabelsten Umsatzkanal liegen: automatisierte E-Mail- und SMS-Strecken. Gut aufgesetzt machen sie 20–30 % des Shop-Umsatzes, vollautomatisch und ohne zusätzliche Werbeausgaben.

Dieser Ratgeber zeigt die sieben Flows, die wirklich zählen, ihre typischen Umsatzanteile und die richtige Reihenfolge für die Umsetzung.

Warum Automatisierung der unterschätzte Hebel ist

Paid Advertising bringt Besucher. Was danach passiert, entscheidet über die Profitabilität. Ein gut getakteter Flow reagiert auf das Verhalten jedes einzelnen Besuchers: Hat jemand den Warenkorb verlassen, ein Produkt angesehen oder seit Wochen nichts gekauft? Für jede Situation gibt es die passende Nachricht, automatisch und personalisiert.

Gut zu wissen: Einmal eingerichtet laufen Klaviyo-Flows rund um die Uhr. Sie skalieren mit dem Traffic mit, ohne dass die Kosten pro Nachricht steigen.

Die 7 Flows im Überblick

Diese sieben Automatisierungen decken die wichtigsten Momente der Customer Journey ab, von der ersten Anmeldung bis zur Reaktivierung:

  • Welcome-Flow: begrüßt neue Abonnent:innen und führt zum ersten Kauf.
  • Warenkorb-Abbruch: holt Käufer zurück, die im Checkout abgesprungen sind.
  • Browse-Abandon: erinnert an angesehene Produkte ohne Kaufabschluss.
  • Post-Purchase: stärkt die Bindung direkt nach dem Kauf und ebnet den Weg zum Wiederkauf.
  • Win-Back: aktiviert Kund:innen, die seit 60–90 Tagen inaktiv sind.
  • Replenishment: erinnert bei Verbrauchsprodukten rechtzeitig an die Nachbestellung.
  • Review-Request: sammelt Bewertungen und liefert Social Proof für neue Käufer.

Welcher Flow bringt wie viel?

Die Umsatzanteile schwanken je nach Sortiment und Marge. Als Orientierung für einen Shop mit gesundem Wiederkauf-Anteil:

FlowAuslöserTypischer Umsatzanteil
WelcomeNewsletter-Anmeldung3–6 %
Warenkorb-AbbruchCheckout verlassen5–10 %
Browse-AbandonProdukt angesehen2–4 %
Post-PurchaseKauf abgeschlossen2–5 %
Win-Back60–90 Tage inaktiv1–3 %

Wichtig: Ohne sauberes Server-Side-Tracking laufen Flows auf unvollständigen Daten. Auslöser greifen dann verzögert oder gar nicht, und genau die umsatzstärksten Momente gehen verloren.

So werden die Flows richtig aufgesetzt

1. Tracking zuerst

Bevor der erste Flow live geht, muss das Tracking stehen. Server-seitige Events liefern verlässliche Signale, auch dann, wenn Cookies blockiert werden oder iOS die Nachverfolgung einschränkt. Wie das Setup konkret aussieht, zeigt die Anleitung Server-Side-Tracking einrichten.

2. Reihenfolge nach Wirkung

Den Anfang machen die beiden Flows mit dem größten Hebel: Warenkorb-Abbruch und Welcome. Danach folgen Browse-Abandon und Post-Purchase. Win-Back, Replenishment und Review-Request runden das System ab.

3. Testen und nachschärfen

Jeder Flow wird über Wochen optimiert: Betreffzeilen, Timing, Rabatt-Logik. Kleine Anpassungen mit großer Wirkung auf den Deckungsbeitrag. Die Testlogik entspricht der im Shop selbst, wie sie der Ratgeber zur Conversion-Rate-Optimierung beschreibt.

Merke: Erst das Tracking, dann die Flows. Jede Automatisierung ist nur so gut wie die Daten, die sie auslösen.

Fazit

Wer ab 50.000 € Monatsumsatz noch ohne durchdachte Flows arbeitet, verschenkt den profitabelsten Umsatzkanal. Die sieben Automatisierungen oben sind die Basis. In Kombination mit sauberem Tracking werden sie zum verlässlichen Wachstumstreiber. Aufbau und Optimierung der Flows sind Teil der eCommerce-Leistung von Dometrics.

Häufige Fragen

Wie viel Umsatz machen Klaviyo-Flows realistisch?

Gut aufgesetzt liefern automatisierte E-Mail- und SMS-Strecken typischerweise 20–30 % des gesamten Shop-Umsatzes, ohne zusätzliche Werbeausgaben.

Welcher Flow sollte zuerst aufgesetzt werden?

Der Warenkorb-Abbruch- und der Welcome-Flow haben den größten Hebel. Voraussetzung ist immer ein sauberes Server-Side-Tracking, das die Auslöser zuverlässig erfasst.

Brauche ich dafür Klaviyo oder reicht mein Shop-System?

Shopify-Bordmittel decken Basics ab, aber erst eine spezialisierte Plattform wie Klaviyo erlaubt verhaltensbasierte Segmentierung, A/B-Tests und die nötige Flow-Logik für planbaren Umsatz.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Die Kern-Flows stehen meist innerhalb von 2–3 Wochen inklusive Tracking-Setup. Optimiert werden sie danach laufend anhand der echten Performance-Daten.

Quellen

  1. Klaviyo: Dokumentation zu Flows
  2. Shopify: Grundlagen E-Mail-Marketing
Elias Domig, MSc Geschäftsführer, Dometrics
KlaviyoeCommerceE-Mail-MarketingAutomation

Budget-Effizienz prüfen

Dometrics beziffert den größten ungenutzten Hebel aus den eigenen Daten. Danach entscheidet die Zahl, nicht das Verkaufsgespräch.

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